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Doch Caroman sollte die Früchte seines Sieges nicht mehr selber ernten. Ein paar überlebende Verstoßene sannen auf Rache und töteten ihn, Canuphyra und Phejana bei einem nächtlichen Gelage. Die Verträge zwischen Flutländern und Arboniern aber wurden nicht gebrochen und ab dem nächsten Jahr feierte man jedes Jahr das Fest der Freundschaft. Zuvor war eine Jahreszählung anhand der Herrscherjahre des jeweiligen Stammesoberhauptes üblich gewesen. Als der Frieden zwischen Arboniern und Flutländern hielt, setzte sich eine neue Zeitrechnung durch. Heute zählt man die Jahre von Caromans Tod an fortlaufend: Das Jahr nach seinem Tod nennt man das erste, das gegenwärtige Jahr (2018) das „43. Jahr nach dem Martyrium des Heiligen Caroman“. Obwohl man die Tat von Caromans Mördern als verdammungswürdig einstuft, sieht man in ihrem Gelingen den Vollzug des Schicksals, welches zwar den göttlichen Werkzeugen selbst zum Verhängnis wurde, aber den letzten großen Stammeskrieg beendete und den Weg für ein neues Reich der Tugend und des Rechts ebnete.
 
Doch Caroman sollte die Früchte seines Sieges nicht mehr selber ernten. Ein paar überlebende Verstoßene sannen auf Rache und töteten ihn, Canuphyra und Phejana bei einem nächtlichen Gelage. Die Verträge zwischen Flutländern und Arboniern aber wurden nicht gebrochen und ab dem nächsten Jahr feierte man jedes Jahr das Fest der Freundschaft. Zuvor war eine Jahreszählung anhand der Herrscherjahre des jeweiligen Stammesoberhauptes üblich gewesen. Als der Frieden zwischen Arboniern und Flutländern hielt, setzte sich eine neue Zeitrechnung durch. Heute zählt man die Jahre von Caromans Tod an fortlaufend: Das Jahr nach seinem Tod nennt man das erste, das gegenwärtige Jahr (2018) das „43. Jahr nach dem Martyrium des Heiligen Caroman“. Obwohl man die Tat von Caromans Mördern als verdammungswürdig einstuft, sieht man in ihrem Gelingen den Vollzug des Schicksals, welches zwar den göttlichen Werkzeugen selbst zum Verhängnis wurde, aber den letzten großen Stammeskrieg beendete und den Weg für ein neues Reich der Tugend und des Rechts ebnete.
 
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== Der Aufstieg des Klerus ==
 
 
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Die Stämme der Arbonier, Flutländer und des Kleinen Volkes pflegen eine Erinnerungskultur, die den Rhythmus der Geschichte in Erfolg und Misserfolg großer Führergestalten, der Tugend oder Untugend von Völkern und Stämmen sowie dem gelegentlichen Eingreifen göttlicher Schicksalsmächte zu erkennen glaubt. Diese Geschichtswahrnehmung verstellt den Blick auf die prozesshaften Veränderungen, zu denen es rund um den Beginn der neuen Zeitrechnung gekommen ist. Dennoch hat man ein Bewusstsein dafür; schließlich muss man in Trigardon noch nicht alt sein, um Kindern davon erzählen zu können, was es in der eigenen Jugend alles noch nicht gegeben hat.
 
Nicht nur neue politische, militärische und religiöse Ideen, sondern auch neue Architektur, neue Anbautechniken und die Verfügbarkeit von Luxusartikeln wie etwa Papier und Glas haben fast alle Lebensbereiche fast aller trigardonischen Regionen beeinflusst. Wann und auf welchem Weg sich diese schönen Dinge verbreitet haben, ist oft schwer zu sagen.
 
 
Die größte Bedeutung wird dabei dem Siegeszug der Schriftkultur beigemessen.
 
<div class="mw-collapsible-content">Ihre ersten zaghaften Anfänge lassen sich mindestens bis in Caromans frühe Jugend zurückverfolgen. Sein Vater Hector Caroman anh Rhack ließ im 21. Jahr vor Beginn der heutigen Zeitrechnung die Schulen des Ischan erbauen, um dort die Kinder, die die wichtigsten arbonischen Sippenoberhäupter ihrem Heerführer damals als Geiseln stellen mussten, gemeinsam mit seinem Sohn zu erziehen. Schon bald wurde dieser Ort zu einer Institution, an der ein zentraler Kalender geführt und erste rudimentäre Geschichtsschreibung begonnen wurde.
 
Man kann davon ausgehen, dass sich schon vor der Gründung der Schulen des Ischan so viel Großgrundbesitz in den Händen der mächtigsten arbonischen Häuser angesammelt hatte, dass sie die Übersicht über ihren Reichtum nur noch mit Hilfe schriftlicher Listenführung bewahren konnten. Doch in der Regel empfand man es der Mühe nicht für Wert, solche „langweiligen“, oft nur auf Wachstafeln geritzten Notizen aufzubewahren. Man weiß also nicht mehr genau, wann diese Praxis begonnen wurde.
 
 
Damals war es unter den Stämmen und Sippen noch Gang und Gäbe, die Schamanen besiegter Gruppen zu verschleppen und sie als privilegierte Beutestücke unter die Haushalte der eigenen Verwandten und Gefolgsleute zu verteilen. Darüber hinaus hatten die Kundigen und Geistlichen selber das Verlangen nach Austausch, was sie dazu veranlasste, im Geheimen verschiedene Sekten und Lehrzirkel zu gründen. So trafen sich Kundige beider Stämme regelmäßig unter dem Schutz der Elben im Kreis der Mysterien und einige Einsiedler gründeten im Hochland des Dugor Harog unter dem Schutz des Zwergenkönigs das Kloster der Riadugora.
 
 
Mit den Jahren entstand über Stammeszugehörigkeit und Verwandtschaft hinaus ein Gemeinschaftsbewusstsein der Gelehrten. Zunehmend gelang es ihnen mittels drastischer Fluchan-drohungen, die Unverletzlichkeit der Schamanen zu erwirken. Ohne diese Entwicklung hätten Canuphyra und Phejana sicher nicht den Einfluss gehabt, die Stämme zum Fest der Freundschaft zu rufen. Die älteren Geistlichen und Kundigen erinnern sich zwar noch sehr gut an die Geschichten ihrer Lehrer über diese schweren Zeiten. Ihr historisches Selbstbildnis tendiert jedoch dazu, diesen mühseligen Emanzipationskampf zu verschweigen. Stattdessen prangert man lieber allgemein die Unmoral der finsteren Kriegszeiten an. Die Überlieferungen lassen es oft so aussehen, als ob neben den Sippenoberhäuptern schon immer ein weiterer allseits geachteter Stand von Vermittlern zwischen den Sterblichen und den Göttern und Geistern bestanden hätte.
 
 
Nach Caromans Martyrium entwickelten sie sich immer schneller zum schreibenden Stand, von dessen wachsendem Selbstbewusstsein die damals entstandenen Kloster- und Tempelbauten stolzes Zeugnis ablegen.
 
 
Zur dominierenden spirituellen Autorität wurde der Klerus aber erst, als er damit begann, die religiösen Lehren zu verschriftlichen. Die Heilige Schrift entstand. Für dieses Werk zeichnet kein einzelner Autor oder Prophet verantwortlich. Hinter seinem „unbekannten Verfasser“ verbergen sich unzählige Priester und Kundige, die über mehrere Jahrzehnte hinweg Überlieferungen der Stämme sammelten, die am weitesten verbreiteten und am wenigsten strittigen Erzählungen auswählten, sie in eine chronologische Reihenfolge setzten, in Kurzform nacherzählten und mit moralischen Belehrungen versahen. Wer zu welchem Zeitpunkt die letztgültige Form davon verfasste, weiß tatsächlich niemand und man legt großen Wert darauf, dass das auch keine Rolle spielt. Im 14. Jahr der neuen Zeitrechnung wurde dieser Text dann, von Wunderereignissen begleitet, „aufgefunden“. Es ist natürlich allgemein bekannt, dass die Heilige Schrift ein von Menschenhand geschaffenes, erst in jüngster Zeit entstandenes Werk ist. Das steht aber keinesfalls im Widerspruch dazu, in ihr eine göttliche Offenbarung zu sehen. Es ist vielmehr ein Beispiel dafür, dass die Götter durch ihre Priester wirken.
 
 
Das 14. Jahr nach dem Martyrium des Heiligen Caroman ist im kollektiven Gedächtnis ein Symboljahr für Vielerlei. Damals sollen die angesehensten Gelehrten dieser Zeit die göttliche Inspiration zur Gründung Trigardons erhalten haben. Es gilt als das Jahr, in dem die Kunst des Lesens und Schreibens sich unaufhaltsam über das ganze Land auszubreiten begann. Inzwischen, drei Jahrzehnte später, ist es für Edle nicht mehr absonderlich, ihre Kinder auch dann darin unterweisen zu lassen, wenn sie gar nicht für eine geistliche Laufbahn vorgesehen sind. In manchen Regionen soll im Jahr 14 der schwere Wendepflug aus Altberg übernommen, eine Fruchtfolge aus Roggen und Hafer eingeführt, Sklavenhandel und Menschenopfer eingestellt oder die Jugend von frommen Ritteridealen erfasst worden sein. Die Setzlinge all dieser Neuerungen trieben in den vier Jahrzehnten rund um das Martyrium des Heiligen Caroman aus, was auch keinen Trigardonen verwundert, wenn er bewusst darüber nachdenkt. Doch Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur verlangen die Verknüpfung all dieser Entwicklungen mit einem Symboljahr. Es ist das Jahr des religiösen Erwachens, in dem die Götter die Sterblichen für die Einhaltung von Recht und Frieden belohnten.
 
 
Damals wurde auch die Teilung der Schamanen in einen geistlichen und einen kundigen Stand sichtbar. Es ist zwar noch heute möglich, beiden Ständen anzugehören. Doch schon im ersten Jahrzehnt der heutigen Zeitrechnung handelte es sich dabei um Ausnahmen, die seither immer seltener geworden sind. Der freimagische Orden der Riasinaten, der sich unmittelbar nach der Auffindung der Heiligen Schrift gegründet haben will, verband noch Teile beider Gruppen unter gemeinsamer Ordensregel. Doch er schlug damit einen Sonderweg ein.
 
 
Auch in philosophischen, moralischen und politischen Fragen sollten die Riasinaten künftig sehr eigenwillige Wege gehen. Alle anderen Sekten und Lehren des Landes wuchsen spätestens im Verlauf der Zwanzigerjahre zur Siebenfaltigen Religion mit ihrem gemeinsamen, wenn auch heterogenen Klerus, zusammen. Die Riasinaten entzogen sich dieser Integration.
 
 
Ihr Ordensgründer, Phadrhack Natan anh Ria, genoss in beiden Stämmen hohes Ansehen. Er hatte einst mit dem Heiligen Caroman ausgehandelt, das Gesetz der Verstoßenen im Dunklen Wald unblutig, als Lehrer und Richter, durchzusetzen. Was sich an Wissen und Überlieferungen der Elben noch zusammentragen ließ, wurde von Phadrhack und seinen Anhängern bewahrt. In Riasinas Namen gewährte er auch vielen in Flutland und Arbon unerwünschten Menschen Zuflucht im Dunklen Wald. Man ermutigte sie, sich künftig nicht mehr als Nachkommen Ischans und Natans, sondern als Untertanen der Mondgöttin zu sehen. Schließlich stiftete er bei Gründung des Ordens seinen Grundbesitz, der als „Kloster der Riasina am Lichtungsstein“ zum Verwaltungszentrum des Dunklen Waldes wurde.
 
 
Auch wenn man den Dunkelwald heute gerne als Brutstätte von Sittenverfall und Irrlehren sieht, stand die Geistlichkeit der Stämme Phadrhacks Wirken anfangs noch wohlwollend gegenüber. Dass die Riasinaten ihre Geheimlehren nicht mit den anderen Geistlichen teilten, galt als akzeptabel. Schließlich kennen alle spirituellen Gemeinschaften höhere Mysterien, die nur Eingeweihten offenbart werden. Die Kundigentradition der Riasinaten ließ es darüber hinaus schlüssig erscheinen, bestimmte Geheimnisse streng zu hüten. Denn immerhin war einst Botan mit seinen eigenen Mitteln besiegt worden.
 
 
Doch der Respekt vor den Riasinaten sollte nach Phadrhacks Verscheiden bald schwinden. Bei der Reichsgründung im Jahr 19 spielte ihr Charisma noch eine wichtige Rolle. Ihr künftiger Politikstil tauschte dieses Ansehen jedoch gegen den zweifelhaften Ruf von Spionen, Verschwörern und Anstiftern von Attentaten ein. Ein Ruf, dessen Einschüchterungspotenzial sich Anfang der Dreißigerjahre abgenutzt hatte.
 
 
Natürlich konnten die riasinatischen Ideen nicht gänzlich geheim bleiben. Bald zirkulierten im Dunklen Wald immer abenteuerlichere Auslegungen der Heiligen Schrift, die ihr bisweilen gar direkt widersprachen und die mündlichen Überlieferungen gerne komplett ignorierten. In den – eigentlich nicht für Außenstehende gedachten – „Schwarzen Schriften“ fand man zwischen harmloser Dichtung und nützlichen Abhandlungen zur Imkerei auch Texte, die über Botans „verehrungswürdige Aspekte“ dozierten und Riasion unterstellten, sein Sonnenlicht einst von Riasina gestohlen zu haben. Zwei implizite Behauptungen zogen sich wie ein roter Faden durch riasinatische Predigten: Dass alle Götter sterblich seien und dass Riasina mehr zu preisen sei, als die anderen Hauptgötter.
 
 
Dieses Abweichlertum beschleunigte den Einigungsprozess der übrigen Geistlichkeit wahrscheinlich sehr. Im Jahr 22 wurde im Kloster des Riason im Längstal von Arbon das Heilige Konzil der Siebenfaltigkeit ausgerufen, um die Reinheit und Einheit der Siebenfaltigen Lehre festzuschreiben. Weil diese Aufgabe nicht mit einer einzigen Versammlung zu erfüllen ist, gilt das Heilige Konzil als ständige Handlung, die bis heute andauert – wenngleich sie schnell viel ihres Elans einbüßte. Neben dem Kloster der Riaranjoscha in Flutland, dem Hochtempel des Riamodan in Arbon und dem Kloster der Riadugora im Dugor Harog, schloss sich nach anfänglichem Zögern auch der Hochtempel des Riasion in Nordern an. Im Jahr 27 gelang dem Konzil die Einigung auf eine schriftliche Erläuterung zur Heiligen Schrift, die mittlerweile jeder Abschrift als zweiter Anhang beigefügt wird.
 
 
Die Riasinaten wagten nicht, sich offen gegen die herrschende Meinung zu stellen und stimmten der Ächtung einiger ihrer Schriften zu. Doch Gesten und Versprechungen vermochten das Vertrauen in ihre moralische Integrität nicht wieder herzustellen.
 
 
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Version vom 7. Januar 2018, 22:55 Uhr

"Gedenke der Ahnen, denn ihr Schicksal offenbart den Göttlichen Pfad. Siehe: Die Brücke zur Zukunft heißt Vergangenheit."


Das Werden der Völker

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Trigardonen neigen dazu, die in den Sagen ihrer Vorfahren beschriebenen Ereignisse für historische Fakten zu halten. Daher beginnt die Weltgeschichte für sie mit den mythischen Vorgängen, die den Zyklus von Tag und Nacht in Gang setzten, dem „Anbeginn der Zeit“. Der zuvor gewesene paradiesische Ursprungszustand, die „immerwährende Tagnacht“, wurde durch Streit unter den Menschen, der schließlich auf die Götter übergriff, unterbrochen. Dieser Zustand wird unweigerlich eines Tages wiederkehren. Einzig, ob die Menschheit Teil dieser vollkommenen Harmonie sein kann, bzw. welche schrecklichen Strafen sie auf dem Weg dahin noch auf sich ziehen mag, ist offen.


Das alte Gar

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Von den Geschichten über diese Ära sind die Sagen um den Heiligen Danason und die Entstehung des Königreichs von Altgar am einflussreichsten. Man glaubt heute sogar, ein noch aus dieser Zeit selbst stammendes schriftliches Zeugnis in einem jüngst geschehenen Wunderereignis offenbart bekommen zu haben. Die „Geschichte vom Leben und den Taten des Heiligen Danason“ entspricht im Wesentlichen der mündlichen Überlieferung, hebt aber den Titelhelden als Heilsbringer mit halbgöttlichem Blut ganz besonders hervor. In diesem Sagenkreis formen die Königinnen und Könige aus dem Geschlecht der Phadra (einem – ebenso wie die kriegerischen Bauern von Timors Volk – inzwischen verschwundenen arbonischen Teilstamm) ein erfolgreiches Kriegsbündnis gegen die Menschtiere. Es besteht aus vielen kleinen arbonischen, flutländischen, zwergischen und sonstigen (sogenannten „barbarischen“) Königreichen und Volksgruppen in einer Region, die sich über Teile der heutigen Länder Trigardon, Anrea und Winningen erstreckt. Am Ende von Danasons Wirken wird es zum „goldenen Königreich von Gar“ vereinigt.


Der letzte große Stammeskrieg

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Die letzten erzählenden Verse der Heiligen Schrift erscheinen zugleich wie eine Ermahnung an gerechtere Zeiten und als programmatischer Zukunftsentwurf. Im Angesicht der anbrechenden finsteren Epoche geben die Götter den Stämmen von Ischan und Natan ein letztes Mal Gesetze für ein gerechtes Zusammenleben. Dass die Sterblichen dafür wieder einmal taub blieben, muss im Text nicht mehr eigens erwähnt werden. Erst Generationen später, als die Heilige Schrift verfasst wurde, sollten sich spirituelle Autoritäten wieder erfolgreich auf diese göttlichen Gebote berufen. Zuvor aber kam es zu einer Abfolge von bewaffneten Auseinandersetzungen unterschiedlicher Reichweite, Intensität und Dauer, die man heute als „den letzten großen Stammeskrieg“ zusammenfasst.


Der Heilige Caroman

 [Ausklappen Folgt man den religiösen Vorstellungen, nach denen es im Kampf zwischen Ischan und Natan natürlicher Weise keinen Sieger geben kann, dann konnte erst göttliches Eingreifen ein Ende des Krieges bewirken. Dieses Eingreifen begegnet zuerst in Gestalt von zwei Priesterinnen der Riaranjoscha: Canuphyra vom Stamm der Arbonier und Phejana vom Stamm der Flutländer riefen die Anführer der Menschen und Zwerge zum Fest der Freundschaft nach Nordern. Dieses Fest soll zwar schon in den Tagen Altgars dazu gedient haben, Frieden zwischen den Stämmen zu stiften, stellte nun aber etwas grundlegend Neues dar. Nicht nur sollten die Kriegsherren überhaupt zu Friedensgesprächen zusammenkommen. Sie sollten auch im Wettstreit ihrer besten Kämpfer einen Schlichter (den „Dan“) bestimmen, vor dem künftiger Streit unblutig verhandelt werden sollte.